Das Schreibhandwerk habe ich im Bergischen Land gelernt, meiner alten Heimat. In Wuppertal und Umgebung war ich viele Jahre als Journalistin für lokale Medien und die Tageszeitung Bergische Morgenpost (Rheinische Post) unterwegs.

2003 sind wir an die Ostsee gezogen, nach Ostholstein, dieser meerumspülten Landzunge. Dort habe ich den Roman Der Wald steht schwarz und schweiget geschrieben, der im Bergischen Wald spielt.

Aus der Ferne kann man so schön über die ferne Heimat schreiben.

Seither habe ich jede Menge Kurzgeschichten veröffentlicht, Krimi-Anthologien herausgegeben und bin als Lektorin tätig. Und ich ergänzte mein eigenes Schreiben durch eine Fortbildung zur Schreibpädagogin, da mir die Zusammenarbeit mit Menschen, die ebenfalls gerne schreiben, viel Spaß macht. Dabei ist es egal, ob sie gerade zaghafte erste Versuche starten oder professionell unterwegs sind. Gemeinsames Schreiben beflügelt immer und jeden …

Mittlerweile leben wir in Berlin, und Ostholstein ist zu meiner zweiten alten Heimat geworden, über die ich nun schreibe. So entstand Küstendämmerung, ein Krimidrama, das im April 2020 erschien und den Auftakt einer Küstenkrimi-Reihe bildete. Die Fortsetzungsgeschichte Böse See erscheint im Herbst. Berlin als Schauplatz wird also erst mal nichts – ich habe gerade nicht vor, mir schon wieder eine neue Heimat zu suchen. Und ich weiß, dass die Ostsee noch viele Geschichten bereithält. Unter anderem den nächsten Band um meine beiden skurrilen Ermittler Vater und Sohn Lupin, an dem ich gerade schreibe.